Chronik
Ein kurzer Abriss:
Der Handball kann 2007 in Wilkau-Haßlau auf eine 80-jährige Tradition verweisen. Bereits 1925 fand die zu jener Zeit noch junge Ballsportart in den damals noch selbständigen Orten Wilkau und Niederhaßlau Anklang. Als eigentliche Geburtsstunde des Handballs in unserer Stadt kann das Jahr 1927 angesehen werden, als der Arbeiterturnverein Wilkau erstmals am Punktspielbetrieb teilnahm. 1933 waren die meisten Sportler des Ortes in der Turngemeinde vereint. Niederhaßlau hatte aber auch im Jahre 1935 noch eine eigene Mannschaft im Spielbetrieb. Erfolge gab es schon damals. So wurde in den Jahren 1936 - 1939 jeweils die Bezirksmeisterschaft errungen. In diesem Zeitraum kamen namhafte Gegner wie die Polizeisportvereine von Nürnberg und Berlin oder die Stadtmannschaft von Göppingen nach Wilkau-Haßlau. 800-1000 Zuschauer wohnten nicht selten den Wettkämpfen bei.
Mit dem 2.Weltkrieg trat ungewollt ein Tiefpunkt ein. Mit nur einer Mannschaft konnte ein notdürftiger Spielbetrieb aufrechterhalten werden, der aber zum Ende des Krieges vollkommen zum Erliegen kam. Frauen und Jugendliche nahmen bereits 1945 den Trainingsbetrieb wieder auf und traten zu den ersten Spielen an (1946 als Sportgemeinschaft Wilkau-Haßlau). Die alte Tradition, einen umfangreichen Freundschaftsspielbetrieb zu pflegen, lebte wieder auf. Zu dieser Zeit gab es auch erste Aktivitäten im Hallenhandball. Für den Verein war dies nicht einfach, da keine eigene Halle zur Verfügung stand. 1949 stieg die 1.Männermannschaft im Feldhandball in die damals höchste Spielklasse, in die Landesliga Sachsen auf, konnte aber einen sofortigen Wiederabstieg nicht vermeiden. Die männliche A-Jugend wurde 1950 unter dem Namen BSG Muldental Bezirksmeister im Feldhandball, sowie Kreismeister in der Halle und stellte Spieler für die Landesauswahl Sachsen. 1954 (in BSG Wismut Wilkau-Haßlau umbenannt) wurde von den Männern wieder der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft und die Mannschaft qualifizierte sich ein Jahr später als Dritter im Bezirkspokal für eine sogenannte Übergangsrunde im Feldhandball mit durchweg höherklassigen Mannschaften. Höhepunkt war das Spiel gegen den amtierenden DDR-Meister Dynamo Berlin, in Wilkau-Haßlau, das mit 11:20 verloren ging. Nach dem sofortigen Abstieg aus der Bezirksliga wurde bis zum Erliegen des Feldhandballs in der Bezirksklasse gespielt. Im Hallenhandball konnte die Bezirksklasse nicht gehalten werden. Es ging zurück in die Kreisliga. Die Jugendmannschaften erreichten bei den Kinder- und Jugendspartakiaden vielfach vordere Plätze. 1976 wurde die B-Jugend Kreismeister und verfehlte nur knapp den Aufstieg. Umbenennungen des Vereins erfolgten 1970 in die TSG Muldental, 1981 in BSG Fortschritt und im Jahr 1990 in den jetzigen Namen SV Muldental Wilkau-Haßlau.
Die Männer schafften erst 1992/93 wieder den Sprung in die Bezirksklasse. Das folgende Spieljahr wurde mit dem Aufstieg in die Bezirksliga abgeschlossen. Nach Umstellung der Spielklassen wurde 95/96 in der Verbandsliga Sachsens gespielt, die nicht gehalten werden konnte. Seit 1996/97 spielte die 1.Mannschaft des SV Muldental Wilkau-Haßlau ununterbrochen in der Bezirksliga Chemnitz. Zur Spielserie 2011/12 startet sie in der 1.Bezirksklasse.
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